Ja, das kann man einer im Internet auffindbaren Liste entnehmen. Hier ist Rechtsanwalt Thomas Arndt aus Rostock als Pflichtverteidiger aufgeführt. Veröffentlicht wurde diese Liste von der zuständigen Rechtsanwaltskammer.

Pflichtverteidiger M-V_alphabetisch_81

Nun, schaut man sich die derzeitigen Vorwürfe gegen Benjamin K., den Arbeitgeber von Rechtsanwalt Thomas Arndt, an, dann könnte Thomas Arndt dann möglicherweise auch für Benjamin K. tätig werden, denn gegen Benjamin K. gibt es ja Strafverfahren der Staatsanwaltschaft in Rostock und der Staatsanwaltschaft in Vaduz/Liechtenstein. Natürlich gilt für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

In dieser Woche könnten dann aber noch möglicherweise weitere Verfahren dazugekommen sein, denn erneut hat die BaFin eine Warnmeldung herausgegeben, sollte dies erneut zu einer Rückabwicklungsanordnung führen, wäre das auch sicherlich ein Anlass für ein Strafverfahren.

Gleiches gilt wohl in Liechtenstein, denn hier hat die zuständige Finanzmarktaufsicht bereits weitergehende inhaltliche Veröffentlichungen vorgenommen. Sie hat klar mitgeteilt, dass bestimmte Gesellschaften aus der ADCADA Group keine Investmentprodukte anbieten dürfen. Damit dürfte hier schon ein Verfahren anstehen.

Auch die FMA in Österreich hat sich den Warnmeldungen der BaFin und der FMA in Liechtenstein angeschlossen. Dass auch hier nun ein aufsichtsrechtliches Verfahren droht, kann man annehmen. Viel zu tun für Rechtsanwalt Thomas Arndt von adcada.law, aber dann möglicherweise auch für Rechtsanwalt Dr. Florian Scheiber aus Vaduz, denn auch er ist Strafverteidiger. Rechtsanwalt Dr. Florian Scheiber ist Verwaltungsratspräsident einer der Gesellschaften, die sich aktuell auf der Warnliste der FMA Liechtenstein befinden.

Insgesamt, so muss man nun einfach mal eine Bilanz ziehen, ist das Unternehmen adcada nun von den Aufsichtsbehörden her so unter Druck geraten, dass ein normaler Geschäftsablauf möglicherweise nicht mehr möglich sein könnte, denn man muss wohl derzeit an vielen rechtlichen Fronten kämpfen.

Wir sind aber der Meinung, dass diese Entwicklung seit Jahren absehbar war, denn das Unternehmen adcada hat sich möglicherweise für schlauer als die Aufsichtsbehörden gehalten. Nahezu immer hat man versucht, von Anlegern Geld einzusammeln, o h n e dass man ein aufsichtsrechtlich gestattetes Prospekt hatte. Für uns ist das immer ein “Ritt auf der Rasierklinge”, denn man muss “höllisch aufpassen”, dass man nicht durch eine falsche geschäftliche Handlung dann ins gestattungspflichtige Geschäft abrutscht.

ADCADA ist aber für uns auch kein Unternehmen gewesen, dessen geschäftliche Aktivitäten unterstützenswert waren. Schaut man sich die geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens einmal genau an, dann findet man eigentlich nur eine Geschäftstätigkeit, die man immer ausgeübt hat: Geld von Anlegern einsammeln. Damit dürfte es nun ein Ende haben. Aus unserer Sicht richtig!