Das war zu erwarten nach den Meldungen der Aufsichtsbehörden (BaFin und FMA), insoweit verwundert uns die Meldung des Handelsblattes dann nicht mehr. Das nun laufende Verfahren richtet sich wohl gegen die Geschäftsführer des Unternehmens. Natürlich, auch das hier bitte ganz klar angemerkt, gilt auch für die jetzt Beschuldigten die Unschuldsvermutung bis ein endgültiges rechtskräftiges Urteil gesprochen wurde.

Gleichwohl möchten wir betonen, dass die vorstehenden Aspekte ebenfalls nicht bedeuten, dass die Vorwürfe tatsächlich zutreffend sind.

Trotzdem, eine solche Maßnahme ist natürlich dann ein Einschnitt in einem Unternehmen, denn bei jedem zukünftigen Investment das man den Kunden anbietet, sollte man den Kunden natürlich über diesen Vorgang informieren. Mal ehrlich, wenn sie das einem Kunden der Geld bei Ihnen anlegen soll dann sagen, was glauben sie bitte dann ob der noch Interesse hat sein Geld bei ihnen zu investieren? Ich denke diese Frage kann sich dann jeder Leser selber beantworten.

Der konkrete Vorwurf der wohl zu diesen polizeilichen Maßnahmen geführt hat, war wohl der Verdacht des Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz (KWG). Damit ist bei den Aufsichtsbehörden nicht zu spaßen; zumal die Stellungnahme der adcada (David gegen Goliath dem Grunde nach die Vorhaltungen der BaFin bestätigte – vgl. https://adcada.de/adcada-gmbh/397-adcada-bafin-das-duell-david-gegen-goliath wir berichteten unter anderem https://samstags-zeitung.de/adcada-investments-ag-pcc-adcada-healthcare-gmbh-i-g-und-der-tanz-aus-der-rasierklinge/). Das ist auch gut so, dass die BaFin hier den konsequenten Weg geht.

Gesprochen dazu haben wir auch mit Rechtsanwalt Jens Reime aus Bautzen, ein bekannter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht der bereits 1.000ende von Anlegern in Verfahren gegen Initiatoren und Vertrieb geführt und gewonnen hat.

Jeder investierte Anleger sollte nun sehen, dass er soweit möglich das von ihm investierte Kapital sichert, denn aus anderen Fällen weiß ich, dass solche Maßnahmen dann möglicherweise auch einmal schnell geschäftsgefährdend sein könnten, denn das Einwerben von frischem Geld dürfte nun kaum noch machbar sein.

Da, wie man im Handelsblatt nachlesen kann die polizeilichen Maßnahmen auch in Liechtenstein durchgeführt wurden, stellt sich natürlich auch die Frage inwieweit die geführten mutmaßlichen Verfahren identisch sind bzw. möglicherweise voneinander abweichen.

Spannend, so Rechtsanwalt Jens Reime, was da in den nächsten Wochen so auf die Anleger noch alles zukommen kann in Deutschland und in Liechtenstein.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/kuriose-anleihen-staatsanwaltschaft-laesst-bueros-des-maskenherstellers-adcada-durchsuchen/25819804.html?ticket=ST-1090268-07w3HA2K4XEn4wQj7rIZ-ap1